Einsatz von CAPRI32 zur ISDN Anbindung an das Internet der GMD

Volker Blasius, 1.11.2000 / 11.12.2000
GMD - Forschungszentrum Informationstechnik GmbH

(Mit freundlicher Zustimmung des Autors.
Sensitive Daten der GMD wurden entfernt, Herbert Hanewinkel)

Vorbemerkung

Installation und Konfiguration des CAPRI32-Treibers

  1. Man besorge sich von http://www.hanewin.de die gerade aktuelle Version von CAPRI32. Heute (1.11.2000) ist dies capr233n.zip, vor einer Woche war es noch capr231n.zip.
  2. Die Beschreibung und Installationsanleitung befindet sich in der Datei capr###n.zip als capri32.htm (englisch) und capri32d.htm (deutsch).
  3. Man lege ein geignetes Verzeichnis für die Software an, z.B. C:\CAPRI32, und entpacke das komplette Distributionsarchiv capr###n.zip in dieses Verzeichnis.

    Dabei darauf achten, dass die Unterverzeichnisse des Archivs berücksichtigt werden (in WinZip: Use folder names).

  4. Man öffne Control Panel|Network (Systemsteuerung|Netzwerk) und installiere den CAPRI32-Treiber als virtuelle Netzwerkkarte: Add...|Adapter Add...|Have Disk...|C:\CAPRI32\WIN95|OK (Hinzufügen...|Netzwerkkarte Hinzufügen...|Diskette...| C:\CAPRI32\WIN95|OK) Nun erscheint die "Karte" 'NDIS ISDN CAPI 2.0 Adapter'; mit OK bestätigen.
  5. Diese Karte ist nun auch im Fenster 'Network' (Netzwerk) zu sehen, außerdem Bindungen aller schon existierenden Protokolle an diese Karte. Alle diese Bindungen außer TCP/IP löschen, also z.B. 'NetBEUI -> NDIS ISDN CAPI 2.0 Adapter' - markieren und Remove (Entfernen) drücken.

    Lässt man solche Bindungen stehen, dann werden die Daten- und Kontrollpakete auch dieser Protokolle über die ISDN-Verbindung zur GMD und eventuell weiter in die Welt geschickt. Außer den unnötigen Kosten, die dafür anfallen, stellen diese Verbindungen auch ein unnötiges Sicherheitsrisiko dar. Die Kosten entstehen auch dann, wenn der Router in der GMD die Pakete verwirft.

  6. Wenn das Protokoll TCP/IP noch nicht installiert ist, muss es jetzt installiert werden: Add...|Protocol Add...|Microsoft TCP/IP|OK (Hinzufügen...|Protokoll hinzufügen...|Microsoft TCP/IP|OK)
  7. Gleichzeitig mit dem Protokoll werden auch Bindungen von TCP/IP an alle installierten "Netzwerkkarten" installiert. Alle nicht benötigten Bindungen können gelöscht werden, z.B. - 'TCP/IP -> Dial-Up Adapter' (TCP/IP -> DFÜ-Treiber), wenn man nicht über ein Modem ins Internet einwählen will, und - 'TCP/IP -> [die wirkliche Netzwerkkarte]', wenn man nur einen Rechner benutzt oder nur ein lokales Windows-Netz hat (NetBEUI) und die anderen Rechner nicht über CAPRI32 und die ISDN-Leitung ins Internet sollen.
  8. Auf jeden Fall muss aber 'TCP/IP -> NDIS ISDN CAPI 2.0 Adapter' stehen bleiben, und diese Bindung wird nun mit 'Properties' (Eigenschaften) auf den dann erscheinenden Registerkarten konfiguriert:
  9. IP Address (IP-Adresse): 'Specify an IP address' (IP-Adresse festlegen) anklicken und die zugewiesene Adresse 129.26.24#.# und die Subnet Mask 255.255.248.0 in die dafür vorgesehenen Felder eintippen.
  10. WINS Configuration (WINS-Konfiguration): Hier bleibt 'Disable WINS Resolution' angeklickt (WINS-Auflösung deaktivieren).
  11. Gateway: 129.26.240.1 eintragen und mit 'Add' (Hinzufügen) aktivieren.
  12. DNS Configuration (DNS-Konfiguration): - 'Enable DNS' (DNS aktivieren) anklicken. - Unter 'Host' den zugewiesenen Namen des eigenen Computers eintragen. (Nur den einfachen Namen, ohne .gmd.de.) - Unter 'Domain' (Domäne) gmd.de eintragen. - Unter 'DNS Server Search Order' (Suchreihenfolge für DNS-Server) zwei Adressen einzeln eintragen und mit 'Add' (Hinzufügen) aktivieren: - zuerst 129.26.8.82, - dann 129.26.8.90. - 'Domain Suffix Search Order' (Suchreihenfolge für Domänensuffix) bleibt leer.
  13. NetBIOS: Bleibt inaktiv.
  14. Advanced (Erweitert): Bleibt leer.
  15. Bindings (Bindungen): Beide Häkchen entfernen!
  16. Das Fenster 'TCP/IP Properties' (Eigenschaften für TCP/IP) mit 'OK' schließen. Wegen der fehlenden Häkchen unter 'Bindings' (Bindungen) kommt jetzt die Frage 'You have not selected any drivers to bind with. Would you like to select one now?' (Es wurde kein Treiber für die Bindung gewählt. Möchten Sie jetzt einen Treiber wählen?). 'No' (Nein) drücken.
  17. Damit ist die Installation und Konfiguration des Treibers beendet. Das Fenster 'Network' (Netzwerk) mit 'OK' schließen. Windows installiert jetzt erst die Treiber, die weiter oben ausgewählt wurden und fordert dazu die Windows-CD an. Eventuell kommen Fragen, ob man bei einem Versionskonflikt die neuere Version behalten will - darauf mit 'Yes' (Ja) antworten.
  18. Anschließend Windows den vorgeschlagenen Neustart machen lassen. (Zur Beschleunigung dabei eine Shift-Taste festhalten, bis der Bildschirm schwarz wird; dann startet nur Windows neu und man spart sich den Hardware-Reboot.)

Konfiguration von CAPRI32 für den Zugang eines PCs zur GMD

  1. Zur Konfiguration des eigentlichen Programms nun capri32.exe aus dem Verzeichnis C:\CAPRI32 starten. Dadurch, dass kein Windows- Installationsprogramm benutzt wurde, wurde auch keine Programmstart- Verknüpfung im Startmenü abgelegt; dazu komme ich später.
  2. Im Unterschied zu der älteren Version CANDI kann CAPRI über die Menüs des Programmfensters konfiguriert werden, aber das ist nur eine Bedienungserleichterung für Mäuseschubser - wichtig ist letzten Endes nur die resultierende Datei CAPRI32.INI, in der alle Parameter (außer Passwords) im Klartext stehen, und die auch jederzeit mit einem beliebigen Text-Editor verändert werden kann. Durch Anlegen von mehreren solcher .INI-Dateien und deren Auswahl beim Programmstart können mehrere CAPRI-Versionen für verschiedene Internet-Provider erzeugt werden.
  3. Aber zunächst zur Konfiguration für den Zugang zur GMD. Zuerst sollte man die gewünschte Sprache einstellen:
  4. Control|Preferences (Kontrollieren|Voreinstellung):
  5. Registerkarte 'General' (Allgemein): Sprache auswählen, sonst kann alles so bleiben (nur 'Enable automatic dialing' (automatischen Verbindungsaufbau zulassen) ist markiert, alles andere ist aus). Wer gern Krach hat, kann ihn sich hier einschalten.
  6. Registerkarte 'ISDN': Hier muss unter 'Local MSN for outgoing calls' (Lokale Rufnummer bei abgehenden Verbindungen) die eigene Rufnummer ohne Vorwahl eingetragen werden, die NET.iT zur Überprüfung genannt wurde. Die anderen Felder bleiben so, wie sie sind.
  7. Vorsicht, wenn der Rechner hinter einer ISDN-Telefonanlage hängt: Bei manchen Anlagen muss hier die interne Durchwahl eingetragen werden; die richtige MSN wird dann von der Telefonanlage eingesetzt. Siehe Handbuch der Telefonanlage.
  8. Die Werte auf den anderen Registerkarten können so bleiben oder individuellen Wünschen angepasst werden (z.B., dass eine Log-Datei geschrieben werden soll). Fenster mit 'OK' schließen.
  9. Nun zur eigentlichen Konfiguration der Verbindung zur GMD:
  10. File|Connection Setup (Datei|Verbindungskonfiguration): Dies öffnet ein eigenes Fenster namens Connection Setup (Verbindungskonfiguration). Dort eintragen:
  11. Name: eintippen: GMD
  12. Phone|Rufnummer: eintippen: 08nnnnnnnnn,022mmmmmmm. oder: 08nnnnnnnnn,22mmmmmmm.
  13. D.h. CAPRI ruft die GMD unter der Nummer 08nnnnnnnnn an, aber wenn die GMD zurückruft, stellt sie sich als Rufnummer 022mmmmmmm oder 22mmmmmmm vor. Keine Leerzeichen; der Punkt am Ende ist wichtig!
  14. Ob die Nummer der GMD als 022... oder als 22... präsentiert wird, hängt von der verwendeten CAPI ab. Soweit mir bisher bekannt ist, fügt nur die Teles-CAPI die 0 ein; für weitere Hinweise bin ich dankbar. Im Zweifelsfall ausprobieren - im Log-Fenster von CAPRI32 steht die Nummer, von der zurückgerufen wurde.
  15. Mode (Betriebsmodus): bleibt auf In/Out (ank./abg. Rufe)
  16. Protocol (Protokoll): bleibt auf PPP
  17. CIP-Value (CIP-Wert): bleibt auf (2) Data 64kB/s (default) ((2) Daten 64kB/s (Standard))
  18. Protocol options (Protokolloptionen) öffnet ein eigenes Fenster:
  19. Authentification (Anmeldung bei der Gegenstelle): Damit identifiziert man sich bei der GMD, also die zugewiesene Benutzerkennung und das dazu gehörende Kennwort eintippen.
  20. Local Authentification (Lokale Anmeldung durch die Gegenstelle): Damit identifiziert sich die GMD:
    Name: XXXXXXXXX Password (Kennwort): YYYYYYYYY
  21. Die vier Kästchen darunter bleiben leer. Fenster mit OK schließen.
  22. Zurück im Fenster Connection Setup (Verbindungskonfiguration):
  23. Die sechs quadratischen Kästchen bleiben, wie sie sind (aus, aus, aus, an, an, aus). Eine Unterbrechung der Verbindung bei inaktiver Leitung durch CAPRI ist nicht nötig, das erledigt die GMD auf ihrer Seite. Wenn das nächste Paket zu übertragen ist, wird die Verbindung automatisch wieder aufgebaut. (Keine Bange, das geht sehr schnell.)
  24. Die Auswahl unter NAT (Network Address Translation) hängt von den Umständen ab:
  25. Soll nur ein PC mit fester IP-Adresse an die GMD angebunden werden, dann 'disabled' (abgeschaltet) auswählen.
  26. Soll ein privates LAN über einen PC mit fester Adresse angebunden werden, dann 'static IP address' (mit statischer IP-Adresse) auswählen und die zugewiesene IP-Adresse in das Feld eintippen (129.26.24#.#). Hinweis: Für diesen Fall sind noch weitere Einstellungen nötig; mehr dazu weiter unten.
  27. Der dritte Fall kommt nicht vor; NET.iT vergibt immer feste IP-Adressen für ISDN-Verbindungen.
  28. Das war's; Fenster mit 'OK'' schließen.
  29. Nun müssen die Registrierungsdaten eingetragen werden; ohne dies arbeitet CAPRI32 nur im Testbetrieb und stellt nach 15 Minuten die Datenübertragung ein. Der entsprechende Dialog befindet sich im Menü:
  30. Help|Register (Hilfe|Registrieren): Licence key (Lizenznummer): xxxxxxxxxxxxxxxx Your name (Name): yyyyyy yyyyyyyy
  31. Fenster mit 'Register' (Registrieren) schließen.
  32. Damit müsste der Zugriff für den PC, auf dem CAPRI32 installiert wurde, schon klappen. Zum Ausprobieren z.B. einmal auf www.gmd.de zugreifen.
  33. Für den Alltagsbetrieb ist es natürlich praktischer, wenn CAPRI automatisch gestartet wird. Um die Möglichkeit offen zu lassen, eine zweite Version für einen anderen Provider zur Hand zu haben, schlage ich folgendes Vorgehen vor:
  34. CAPRI beenden.
  35. Im Verzeichnis C:\CAPRI32 die Datei CAPRI32.INI umbenennen in GMD.INI.
  36. Ein zweites Explorer-Fenster mit dem Verzeichnis C:\WINDOWS\Start Menu\Programs\StartUp (C:\WINDOWS\Startmenü\Programme\Autostart) öffnen.
  37. capri32.exe mit der rechten Maustaste in das zweite Fenster ziehen und 'Create Shortcut(s) Here' (Verknüpfung(en) hier erstellen) auswählen
  38. Die neue Verknüpfung in 'CAPRI32 GMD' oder etwas Ähnliches umbenennen.
  39. Das Eigenschaften-Fenster dieser Verknüpfung öffnen und auf der Registerkarte 'Shortcut' (Verknüpfung) das Feld 'Target' (Ziel) ändern zu: C:\CAPRI32\capri32.exe -iconic C:\CAPRI32\GMD.INI (Groß-/Kleinschreibung ist egal.)
  40. Das Fenster mit 'OK' schließen. Beim nächsten Neustart wird CAPRI32 automatisch mitgestartet - ohne eigenes Fenster, aber mit einem Symbol im System Tray rechts unten auf dem Bildschirm. Ein Klick mit der linken Maustaste auf dieses Symbol öffnet das Fenster von CAPRI32, wenn man es sehen will. (Das Symbol soll wohl einen Monitor vor einer Weltkugel darstellen. Wenn eine Verbindung offen ist, ist der Monitor leuchtend grün; wenn nicht, ist er mit einem roten X durchgestrichen.)
  41. Nach Bedarf kann man sich jetzt noch eine Kopie dieser Verknüpfung auf den Desktop (Schreibtisch) oder ins Verzeichnis C:\WINDOWS\Application Data\Microsoft\Internet Explorer\Quick Launch bzw. C:\WINDOWS\Anwendungsdaten\Microsoft\Internet Explorer\Quick Launch ziehen. Letzteres ist die kleine Startleiste links unten neben dem Start-Knopf (wenn man sie nicht woanders hin gezogen hat).

Konfiguration eines privaten LAN für CAPRI32

- Vorbemerkung: Für diesen Anwendungsfall gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Man lässt sich von NET.iT nur eine feste IP-Adresse geben und routet die anderen Maschinen per Address Translation und Port Mapping (IP Masquerading) ins Internet, oder

2. man lässt sich ein GMD-Subnetz mit mehreren IP-Adressen zuweisen.

Der Unterschied liegt in der Sichtbarkeit von außen:

- Im Fall 1 sind die Maschinen des privaten LANs anonym; sie treten unter der Adresse des Router-PCs auf und sind von außen nicht ansprechbar.

- Im Fall 2 sind die Maschinen weltweit unter ihrem Namen und ihrer IP-Adresse bekannt und können von überall her angesprochen werden.

Welchen Fall man bevorzugt, hängt von der jeweiligen Anwendung ab. Wenn man irgendwelche Server auf einer Maschine im privaten LAN laufen lassen will, empfiehlt sich Fall 2, aber damit handelt man sich auch ein, dass alle Maschinen im heimischen Verbund für alle Attacken aus dem Internet offen stehen.

Ich beschreibe im Folgenden primär den komplizierteren Fall 1, mit ergänzenden Hinweisen zu Fall 2. Kommerzielle Provider bieten Fall 2 für Privatkunden in der Regel gar nicht an.

- In beiden Fällen muss zunächst das IP-Routing auf dem PC eingeschaltet werden, auf dem CAPRI32 installiert ist. Dazu öffnet man dort ein DOS-Fenster, wechselt ins Verzeichnis C:\CAPRI32, und tippt dort: routing on Dies ändert einen Eintrag in der Windows-Registry.

- Den zum Aktivieren der neuen Funktion nötigen Neustart kann man erst einmal lassen, weil vorher noch andere Einstellungen nötig sind.

- Bei der Installation des CAPRI32-Treibers sollte eine Bindung von TCP/IP an die reale Netzwerkkarte mit installiert worden sein. (Wenn diese Bindung fehlt, TCP/IP neu installieren - die existierende Bindung an CAPRI bleibt dabei unverändert erhalten, es kommen nur neue Bindungen hinzu. Überflüssige Bindungen (z.B. an DFÜ-Treiber) können sofort wieder entfernt werden.)

Diese Bindung 'TCP/IP -> (reale Netzwerkkarte)' muss nun wie oben über Properties' (Eigenschaften) konfiguriert werden. Ich erwähne nur die Felder, die geändert werden müssen:

- IP Address (IP-Adresse): Hier muss eine Adresse eingetragen werden, die keine Konflikte mit einer anderen Adresse irgendwo auf der Welt erzeugt. Dafür sind bestimmte Adressen reserviert: IP Address: 192.168.1.1 oder eine Adresse aus dem GMD-Subnetz Subnet Mask: 255.255.255.0 oder passend zum GMD-Subnetz

- Gateway: Löschen! Es darf kein Gateway eingetragen sein.

- Das Fenster 'TCP/IP Properties' (Eigenschaften für TCP/IP) mit 'OK' schließen. Wegen der fehlenden Häkchen unter 'Bindings' (Bindungen) kommt jetzt wieder die Frage 'You have not selected any drivers to bind with. Would you like to select one now?' (Es wurde kein Treiber für die Bindung gewählt. Möchten Sie jetzt einen Treiber wählen?). 'No' (Nein) drücken.

- Das Fenster 'Network' (Netzwerk) mit 'OK' schließen. Windows fordert wieder seine CD an. Eventuell kommen wieder Fragen, ob man bei einem Versionskonflikt die neuere Version behalten will - darauf mit 'Yes' (Ja) antworten.

Anschließend Windows den vorgeschlagenen Neustart machen lassen (mit Shift-Taste).

- Das Fenster von CAPRI32 öffnen, den Menüpunkt 'Control|Address Mapping' (Kontrollieren|Adressumsetzung) auswählen, und dort 'Enable Port Mapping' (Port Umsetzung aktivieren) anklicken. Alles andere kann so bleiben, wie es ist.

Fenster mit OK schließen.

- Der Router-PC ist damit fertig konfiguriert; als nächstes kommen die anderen Maschinen im LAN dran. Ich beschreibe hier nur kurz die Konfiguration eines Windows-PC; bei anderen Betriebssystemen müssen die entsprechenden Werte mit den dortigen Mitteln eingetragen werden.

- Wie gehabt das Protokoll TCP/IP installieren, überflüssige Bindungen entfernen und 'TCP/IP -> (Netzwerkkarte)' konfigurieren:

- IP Address (IP-Adresse): IP Address: 192.168.1.2 bei weiteren Maschinen hochzählen oder eine Adresse aus dem GMD-Subnetz Subnet Mask: 255.255.255.0 oder passend zum GMD-Subnetz

- Gateway: 192.168.1.1 eintragen und mit 'Add' (Hinzufügen) aktivieren. (Der Router-PC mit CAPRI32 ist das Gateway für alle anderen Maschinen im LAN.)

- DNS Configuration (DNS-Konfiguration): - 'Enable DNS' (DNS aktivieren) anklicken. - Unter 'Host' den Namen dieser Maschine eintragen. - Unter 'Domain' (Domäne) gmd.de eintragen. - Unter 'DNS Server Search Order' (Suchreihenfolge für DNS-Server) zwei Adressen einzeln eintragen und mit 'Add' (Hinzufügen) aktivieren: zuerst 129.26.8.82, dann 129.26.8.90.

- Bindings (Bindungen): Beide Häkchen entfernen!

- Das Fenster 'TCP/IP Properties' (Eigenschaften für TCP/IP) mit 'OK' schließen. Wegen der fehlenden Häkchen unter 'Bindings' (Bindungen) kommt wieder die Frage 'You have not selected any drivers to bind with. Would you like to select one now?' (Es wurde kein Treiber für die Bindung gewählt. Möchten Sie jetzt einen Treiber wählen?). 'No' (Nein) drücken.

- Das Fenster 'Network' (Netzwerk) mit 'OK' schließen. Windows fordert eventuell die CD zu dieser Version an. Möglicherweise kommen Fragen, ob man bei einem Versionskonflikt die neuere Version behalten will - darauf mit 'Yes' (Ja) antworten.

Anschließend Windows den vorgeschlagenen Neustart machen lassen (mit Shift-Taste).

- Das war's; zum Testen von der Client-Maschine auf www.gmd.de zugreifen. Der Router-PC müsste die GMD anwählen und der Client-PC dann die GMD-Home-Page anzeigen.

Konfiguration für einen anderen Provider am Beispiel von T-Online

Um sich die Arbeit so einfach wie möglich zu machen, schlage ich folgendes Vorgehen vor:

  1. CAPRI beenden.
  2. Im Verzeichnis C:\CAPRI32 die Datei GMD.INI kopieren in T-Online.INI.
  3. Da, wo man sich die Verknüfung 'CAPRI32 GMD' aufgehoben hat (aber nicht in 'StartUp' (Autostart) - nur eine Instanz von CAPRI kann zu einer Zeit auf einem PC laufen), eine Kopie der Verknüpfung erzeugen mit dem Namen 'CAPRI32 T-Online'.
  4. In den Properties (Eigenschaften) der Verknüpfung 'CAPRI32 T-Online' im Feld 'Target' (Ziel) den Dateinamen 'GMD.INI' durch 'T-Online.INI' ersetzen.
  5. 'CAPRI32 T-Online' starten.
  6. File|Connection Setup (Datei|Verbindungskonfiguration) öffnen und den Knopf '...' rechts neben dem Namensfeld drücken.
  7. Im unteren Teil des sich dann öffnenden Fensters 'Configuration import' (Konfigurationsauswahl) 'T-Online' auswählen und das Fenster mit 'OK' schließen.
  8. Die sich dann öffnende Box 'This Internet access requires a User ID' (Dieser Internetzugang erfordert eine Benutzerkennung) ebenfalls mit 'OK' schließen.
  9. Im Fenster 'Connection Setup' (Verbindungskonfiguration) hat sich nun der Name zu 'T-Online' und die Einwahlnummer zu '0191011' geändert.
  10. Im Fenster 'Connection Setup' (Verbindungskonfiguration) 'Protocol options' (Protokolloptionen) drücken und in dem sich dann öffnenden Fenster eintippen:
  11. Authentification (Anmeldung bei der Gegenstelle): Hierhin kommt als Name eine 28-stellige Kennung, die sich aus den Zahlen zusammensetzt, die in der Auftragsbestätigung von T-Online stehen: - 12 Stellen Anschlusskennung - 12 Stellen T-Online-Nummer - 4 Stellen Mitbenutzernummer: 0001 (In manchen Anleitungen steht vor der Mitbenutzernummer ein #-Zeichen, aber das ist nur nötig, wenn die T-Online-Nummer weniger als 12 Stellen hat.)
  12. Das Kennwort steht ebenfalls in der Auftragsbestätigung.
  13. Local Authentification (Lokale Anmeldung durch die Gegenstelle): Bleibt leer.
  14. In den vier Kästchen darunter ist jetzt 'always reset IP address' (eigene IP-Adresse immer zurücksetzen) angekreuzt; das bleibt so.
  15. Das Fenster mit 'OK' schließen.
  16. Im Fenster 'Connection Setup' (Verbindungskonfiguration) 'TCP-header compression' (TCP-Vorspann Kompression) anklicken.
  17. Die Auswahl unter NAT (Network Address Translation) hat sich geändert: 'with dynamic IP address assignment' (mit dynamischer Zuweisung der IP-Adresse) ist jetzt ausgewählt. Das bleibt so.
  18. Das Fenster mit OK schließen.
  19. Fertig, jetzt müsste alles funktionieren, auch von den anderen Maschinen im LAN aus.
  20. Wenn die Funktion, einem LAN die Leitung zum Provider zur Verfügung zu stellen, tatsächlich benutzt werden soll, muss geklärt werden, ob der Provider dies für den gewählten Tarif gestattet.
  21. Will man diese Funktion wieder abschalten, muss man in CAPRI32 im Menü 'Control|Address Mapping' (Kontrollieren|Adressumsetzung) den Punkt 'Enable Port Mapping' (Port Umsetzung aktivieren) deaktivieren und per Kommando 'routing off' in einem DOS-Fenster das Weiterleiten durch Windows abschalten. Wird der letzte Punkt vergessen und eine angeschlossene Maschine versucht einen Zugriff, dann wird immer wieder der Provider angewählt und die Verbindung sofort wieder beendet, und je nach Tarif kann das ins Geld gehen.

Anhang: Kurzanleitung

  1. CAPRI32 holen und auspacken
  2. Den Treiber als Netzwerkkarte installieren
  3. TCP/IP für diese 'Karte' installieren und konfigurieren
  4. .INI-Datei(en) anpassen (siehe unten)
  5. CAPRI32 passend in StartUp (Autostart) eintragen
  6. Routing systemweit einschalten, wenn gewünscht ('routing on' im CAPRI32-Verzeichnis)
  7. Die anderen Maschinen im privaten LAN konfigurieren, wenn gewünscht

Funktionierende .INI-Dateien für GMD und T-Online:

GMD.INI

[Global]
MSN-out=###### <----------- eintragen
MSN-in=*
CIP-Mask=0000030c
Log-Save=1
Execute-start=
Execute=
Execute-down=
Execute-stop=
Map-Port=1

[Peer1]
Name=GMD
Number=08nnnnnnnnn,022mmmmmmm. <----- oder 08nnnnnnnnn,22mmmmmmm
NAT-IP=129.26.24#.### <----------- eintragen
MultiMode=
PPP-Name=######## <----------- eintragen
PPP-Name-In=XXXXXXXXX
PPP-Password=######## <----------- im Konfigurationsdialog eintragen
PPP-Password-In=YYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYY
------------------------Ende GMD.INI----------------------

T-Online.INI

[Global]
MSN-out=###### <----------- eintragen
MSN-in=*
CIP-Mask=0000030c
Log-Save=1
Execute-start=
Execute=
Execute-down=
Execute-stop=
Map-Port=1

[Peer1]
Name=T-Online
Number=0191011
NAT-IP=
MultiMode=
PPP-Name=######## <----------- eintragen (28 Stellen)
PP-RESET-IP=1
TCP-Header-Comp=1
PPP-Password=######## <----------- im Konfigurationsdialog eintragen
-------------------------- Ende T-Online.INI ---------------------------