Einsatz von CAPRI32 zur ISDN Anbindung an das Internet der GMD
Volker Blasius, 1.11.2000 / 11.12.2000
GMD - Forschungszentrum Informationstechnik GmbH
(Mit freundlicher Zustimmung des Autors.
Sensitive Daten der GMD wurden entfernt, Herbert Hanewinkel)
Vorbemerkung
- Ich beschreibe hier die Installation und Konfiguration
von CAPRI32 für Windows 98 (erste Ausgabe). Windows 95,
98 Zweite Ausgabe und ME unterscheiden sich
wahrscheinlich nicht davon, aber ich habe es nicht
getestet. Die Abweichungen für andere Versionen stehen
in den Dateien capri32.htm (englisch) und capri32d.htm (deutsch)
in der Distributionsdatei von CAPRI32 (capr###n.zip).
- Voraussetzung für alles ist, dass ein Treiber für die
ISDN CAPI 2.0 installiert und aktiv ist. Dieser Treiber
gehört zum ISDN-Adapter, unabhängig davon, ob es sich
um eine Steckkarte im PC oder um einen externen Adapter
handelt.
- Zur Nutzung der D-Kanal-Callback-Funktion ist keine Änderung
der Konfiguration von CAPRI32 nötig, wenn die
Telefonnummern der GMD so eingetragen sind wie weiter
unten angegeben. Man muss nur die Einstellung des
Anschlusses allerdings bei NET.iT auf 'Callback' umstellen lassen.
- Auf die Konfiguration der Anwendungsprogramme (Browser, E-Mail-Client,
News-Reader etc.) gehe ich nicht ein. Generelle
Richtlinie: Der Internetzugang erfolgt über ein LAN (auch
wenn man gar keines installiert zu haben glaubt), *nicht*
über eine Wählverbindung.
- Das heimische Windows-Netzwerk (NetBIOS) kann nicht über
die ISDN-Verbindung in die Welt hinaus verlängert werden,
weil der ISDN-Router der GMD diese Art Pakete verwirft.
- Vorsicht wenn CANDI installiert ist - wahrscheinlich ist
dann für die CANDI-'Netzwerkkarte' die gleiche IP-Adresse
eingetragen wie sie für CAPRI verwendet wird. In diesem
Fall die IP-Adresse von CANDI ändern oder den CANDI-Treiber
deinstallieren. Die Treiber selbst von CANDI und CAPRI32
stören sich gegenseitig nicht, können wegen ähnlicher
Namen aber leicht verwechselt werden.
- Die Namen der diversen Menüs/Optionen/Registerkarten
sind hier zunächst auf Englisch angegeben, aber dahinter
steht jeweils in Klammern der entsprechende Text der
deutschen Version von Windows und CAPRI.
- Für Experten, denen diese Anleitung viel zu lang und
detailliert ist, habe ich im Anhang die nötigen Schritte
kurz skizziert und Beispiel-INI-Dateien aufgelistet.
Installation und Konfiguration des CAPRI32-Treibers
- Man besorge sich von http://www.hanewin.de die gerade
aktuelle Version von CAPRI32. Heute (1.11.2000) ist dies
capr233n.zip, vor einer Woche war es noch capr231n.zip.
- Die Beschreibung und Installationsanleitung befindet sich
in der Datei capr###n.zip als capri32.htm (englisch) und
capri32d.htm (deutsch).
- Man lege ein geignetes Verzeichnis für die Software an,
z.B. C:\CAPRI32, und entpacke das komplette
Distributionsarchiv capr###n.zip in dieses Verzeichnis.
Dabei darauf achten, dass die Unterverzeichnisse des
Archivs berücksichtigt werden (in WinZip: Use folder
names).
- Man öffne Control Panel|Network (Systemsteuerung|Netzwerk)
und installiere den CAPRI32-Treiber als virtuelle
Netzwerkkarte: Add...|Adapter Add...|Have Disk...|C:\CAPRI32\WIN95|OK
(Hinzufügen...|Netzwerkkarte Hinzufügen...|Diskette...|
C:\CAPRI32\WIN95|OK) Nun erscheint die "Karte"
'NDIS ISDN CAPI 2.0 Adapter'; mit OK bestätigen.
- Diese Karte ist nun auch im Fenster 'Network' (Netzwerk)
zu sehen, außerdem Bindungen aller schon existierenden
Protokolle an diese Karte. Alle diese Bindungen außer
TCP/IP löschen, also z.B. 'NetBEUI -> NDIS ISDN CAPI
2.0 Adapter' - markieren und Remove (Entfernen) drücken.
Lässt man solche Bindungen stehen, dann werden die
Daten- und Kontrollpakete auch dieser Protokolle über
die ISDN-Verbindung zur GMD und eventuell weiter in die
Welt geschickt. Außer den unnötigen Kosten, die dafür
anfallen, stellen diese Verbindungen auch ein unnötiges
Sicherheitsrisiko dar. Die Kosten entstehen auch dann,
wenn der Router in der GMD die Pakete verwirft.
- Wenn das Protokoll TCP/IP noch nicht installiert ist,
muss es jetzt installiert werden: Add...|Protocol Add...|Microsoft
TCP/IP|OK (Hinzufügen...|Protokoll hinzufügen...|Microsoft
TCP/IP|OK)
- Gleichzeitig mit dem Protokoll werden auch Bindungen von
TCP/IP an alle installierten "Netzwerkkarten"
installiert. Alle nicht benötigten Bindungen können gelöscht
werden, z.B. - 'TCP/IP -> Dial-Up Adapter' (TCP/IP ->
DFÜ-Treiber), wenn man nicht über ein Modem ins
Internet einwählen will, und - 'TCP/IP -> [die
wirkliche Netzwerkkarte]', wenn man nur einen Rechner
benutzt oder nur ein lokales Windows-Netz hat (NetBEUI)
und die anderen Rechner nicht über CAPRI32 und die ISDN-Leitung
ins Internet sollen.
- Auf jeden Fall muss aber 'TCP/IP -> NDIS ISDN CAPI 2.0
Adapter' stehen bleiben, und diese Bindung wird nun mit 'Properties'
(Eigenschaften) auf den dann erscheinenden Registerkarten
konfiguriert:
- IP Address (IP-Adresse): 'Specify an IP address' (IP-Adresse
festlegen) anklicken und die zugewiesene Adresse 129.26.24#.#
und die Subnet Mask 255.255.248.0 in die dafür
vorgesehenen Felder eintippen.
- WINS Configuration (WINS-Konfiguration): Hier bleibt 'Disable
WINS Resolution' angeklickt (WINS-Auflösung deaktivieren).
- Gateway: 129.26.240.1 eintragen und mit 'Add' (Hinzufügen)
aktivieren.
- DNS Configuration (DNS-Konfiguration): - 'Enable DNS' (DNS
aktivieren) anklicken. - Unter 'Host' den zugewiesenen
Namen des eigenen Computers eintragen. (Nur den einfachen
Namen, ohne .gmd.de.) - Unter 'Domain' (Domäne) gmd.de
eintragen. - Unter 'DNS Server Search Order' (Suchreihenfolge
für DNS-Server) zwei Adressen einzeln eintragen und mit
'Add' (Hinzufügen) aktivieren: - zuerst 129.26.8.82, -
dann 129.26.8.90. - 'Domain Suffix Search Order' (Suchreihenfolge
für Domänensuffix) bleibt leer.
- NetBIOS: Bleibt inaktiv.
- Advanced (Erweitert): Bleibt leer.
- Bindings (Bindungen): Beide Häkchen entfernen!
- Das Fenster 'TCP/IP Properties' (Eigenschaften für TCP/IP)
mit 'OK' schließen. Wegen der fehlenden Häkchen unter 'Bindings'
(Bindungen) kommt jetzt die Frage 'You have not selected
any drivers to bind with. Would you like to select one
now?' (Es wurde kein Treiber für die Bindung gewählt. Möchten
Sie jetzt einen Treiber wählen?). 'No' (Nein) drücken.
- Damit ist die Installation und Konfiguration des Treibers
beendet. Das Fenster 'Network' (Netzwerk) mit 'OK' schließen.
Windows installiert jetzt erst die Treiber, die weiter
oben ausgewählt wurden und fordert dazu die Windows-CD
an. Eventuell kommen Fragen, ob man bei einem
Versionskonflikt die neuere Version behalten will -
darauf mit 'Yes' (Ja) antworten.
- Anschließend Windows den vorgeschlagenen Neustart machen
lassen. (Zur Beschleunigung dabei eine Shift-Taste
festhalten, bis der Bildschirm schwarz wird; dann startet
nur Windows neu und man spart sich den Hardware-Reboot.)
Konfiguration von CAPRI32 für den Zugang eines PCs zur GMD
- Zur Konfiguration des eigentlichen Programms nun capri32.exe
aus dem Verzeichnis C:\CAPRI32 starten. Dadurch, dass
kein Windows- Installationsprogramm benutzt wurde, wurde
auch keine Programmstart- Verknüpfung im Startmenü
abgelegt; dazu komme ich später.
- Im Unterschied zu der älteren Version CANDI kann CAPRI
über die Menüs des Programmfensters konfiguriert werden,
aber das ist nur eine Bedienungserleichterung für Mäuseschubser
- wichtig ist letzten Endes nur die resultierende Datei
CAPRI32.INI, in der alle Parameter (außer Passwords) im
Klartext stehen, und die auch jederzeit mit einem
beliebigen Text-Editor verändert werden kann. Durch
Anlegen von mehreren solcher .INI-Dateien und deren
Auswahl beim Programmstart können mehrere CAPRI-Versionen
für verschiedene Internet-Provider erzeugt werden.
- Aber zunächst zur Konfiguration für den Zugang zur GMD.
Zuerst sollte man die gewünschte Sprache einstellen:
- Control|Preferences (Kontrollieren|Voreinstellung):
- Registerkarte 'General' (Allgemein): Sprache auswählen,
sonst kann alles so bleiben (nur 'Enable automatic
dialing' (automatischen Verbindungsaufbau zulassen) ist
markiert, alles andere ist aus). Wer gern Krach hat, kann
ihn sich hier einschalten.
- Registerkarte 'ISDN': Hier muss unter 'Local MSN for
outgoing calls' (Lokale Rufnummer bei abgehenden
Verbindungen) die eigene Rufnummer ohne Vorwahl
eingetragen werden, die NET.iT zur Überprüfung genannt
wurde. Die anderen Felder bleiben so, wie sie sind.
- Vorsicht, wenn der Rechner hinter einer ISDN-Telefonanlage
hängt: Bei manchen Anlagen muss hier die interne
Durchwahl eingetragen werden; die richtige MSN wird dann
von der Telefonanlage eingesetzt. Siehe Handbuch der
Telefonanlage.
- Die Werte auf den anderen Registerkarten können so
bleiben oder individuellen Wünschen angepasst werden (z.B.,
dass eine Log-Datei geschrieben werden soll). Fenster mit
'OK' schließen.
- Nun zur eigentlichen Konfiguration der Verbindung zur GMD:
- File|Connection Setup (Datei|Verbindungskonfiguration):
Dies öffnet ein eigenes Fenster namens Connection Setup
(Verbindungskonfiguration). Dort eintragen:
- Name: eintippen: GMD
- Phone|Rufnummer: eintippen: 08nnnnnnnnn,022mmmmmmm. oder:
08nnnnnnnnn,22mmmmmmm.
- D.h. CAPRI ruft die GMD unter der Nummer 08nnnnnnnnn an,
aber wenn die GMD zurückruft, stellt sie sich als
Rufnummer 022mmmmmmm oder 22mmmmmmm vor. Keine
Leerzeichen; der Punkt am Ende ist wichtig!
- Ob die Nummer der GMD als 022... oder als 22... präsentiert
wird, hängt von der verwendeten CAPI ab. Soweit mir
bisher bekannt ist, fügt nur die Teles-CAPI die 0 ein; für
weitere Hinweise bin ich dankbar. Im Zweifelsfall
ausprobieren - im Log-Fenster von CAPRI32 steht die
Nummer, von der zurückgerufen wurde.
- Mode (Betriebsmodus): bleibt auf In/Out (ank./abg. Rufe)
- Protocol (Protokoll): bleibt auf PPP
- CIP-Value (CIP-Wert): bleibt auf (2) Data 64kB/s (default)
((2) Daten 64kB/s (Standard))
- Protocol options (Protokolloptionen) öffnet ein eigenes
Fenster:
- Authentification (Anmeldung bei der Gegenstelle): Damit
identifiziert man sich bei der GMD, also die zugewiesene
Benutzerkennung und das dazu gehörende Kennwort
eintippen.
- Local Authentification (Lokale Anmeldung durch die
Gegenstelle): Damit identifiziert sich die GMD:
Name: XXXXXXXXX Password (Kennwort): YYYYYYYYY
- Die vier Kästchen darunter bleiben leer. Fenster mit OK
schließen.
- Zurück im Fenster Connection Setup (Verbindungskonfiguration):
- Die sechs quadratischen Kästchen bleiben, wie sie sind (aus,
aus, aus, an, an, aus). Eine Unterbrechung der Verbindung
bei inaktiver Leitung durch CAPRI ist nicht nötig, das
erledigt die GMD auf ihrer Seite. Wenn das nächste Paket
zu übertragen ist, wird die Verbindung automatisch
wieder aufgebaut. (Keine Bange, das geht sehr schnell.)
- Die Auswahl unter NAT (Network Address Translation) hängt
von den Umständen ab:
- Soll nur ein PC mit fester IP-Adresse an die GMD
angebunden werden, dann 'disabled' (abgeschaltet) auswählen.
- Soll ein privates LAN über einen PC mit fester Adresse
angebunden werden, dann 'static IP address' (mit
statischer IP-Adresse) auswählen und die zugewiesene IP-Adresse
in das Feld eintippen (129.26.24#.#). Hinweis: Für
diesen Fall sind noch weitere Einstellungen nötig; mehr
dazu weiter unten.
- Der dritte Fall kommt nicht vor; NET.iT vergibt immer
feste IP-Adressen für ISDN-Verbindungen.
- Das war's; Fenster mit 'OK'' schließen.
- Nun müssen die Registrierungsdaten eingetragen werden;
ohne dies arbeitet CAPRI32 nur im Testbetrieb und stellt
nach 15 Minuten die Datenübertragung ein. Der
entsprechende Dialog befindet sich im Menü:
- Help|Register (Hilfe|Registrieren): Licence key (Lizenznummer):
xxxxxxxxxxxxxxxx Your name (Name): yyyyyy yyyyyyyy
- Fenster mit 'Register' (Registrieren) schließen.
- Damit müsste der Zugriff für den PC, auf dem CAPRI32
installiert wurde, schon klappen. Zum Ausprobieren z.B.
einmal auf www.gmd.de zugreifen.
- Für den Alltagsbetrieb ist es natürlich praktischer,
wenn CAPRI automatisch gestartet wird. Um die Möglichkeit
offen zu lassen, eine zweite Version für einen anderen
Provider zur Hand zu haben, schlage ich folgendes
Vorgehen vor:
- CAPRI beenden.
- Im Verzeichnis C:\CAPRI32 die Datei CAPRI32.INI
umbenennen in GMD.INI.
- Ein zweites Explorer-Fenster mit dem Verzeichnis C:\WINDOWS\Start
Menu\Programs\StartUp (C:\WINDOWS\Startmenü\Programme\Autostart)
öffnen.
- capri32.exe mit der rechten Maustaste in das zweite
Fenster ziehen und 'Create Shortcut(s) Here' (Verknüpfung(en)
hier erstellen) auswählen
- Die neue Verknüpfung in 'CAPRI32 GMD' oder etwas Ähnliches
umbenennen.
- Das Eigenschaften-Fenster dieser Verknüpfung öffnen und
auf der Registerkarte 'Shortcut' (Verknüpfung) das Feld
'Target' (Ziel) ändern zu: C:\CAPRI32\capri32.exe -iconic
C:\CAPRI32\GMD.INI (Groß-/Kleinschreibung ist egal.)
- Das Fenster mit 'OK' schließen. Beim nächsten Neustart
wird CAPRI32 automatisch mitgestartet - ohne eigenes
Fenster, aber mit einem Symbol im System Tray rechts
unten auf dem Bildschirm. Ein Klick mit der linken
Maustaste auf dieses Symbol öffnet das Fenster von CAPRI32,
wenn man es sehen will. (Das Symbol soll wohl einen
Monitor vor einer Weltkugel darstellen. Wenn eine
Verbindung offen ist, ist der Monitor leuchtend grün;
wenn nicht, ist er mit einem roten X durchgestrichen.)
- Nach Bedarf kann man sich jetzt noch eine Kopie dieser
Verknüpfung auf den Desktop (Schreibtisch) oder ins
Verzeichnis C:\WINDOWS\Application Data\Microsoft\Internet
Explorer\Quick Launch bzw. C:\WINDOWS\Anwendungsdaten\Microsoft\Internet
Explorer\Quick Launch ziehen. Letzteres ist die kleine
Startleiste links unten neben dem Start-Knopf (wenn man
sie nicht woanders hin gezogen hat).
Konfiguration eines privaten LAN für CAPRI32
- Vorbemerkung: Für diesen Anwendungsfall gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Man lässt sich von NET.iT nur eine feste IP-Adresse geben
und routet die anderen Maschinen per Address Translation und Port
Mapping (IP Masquerading) ins Internet, oder
2. man lässt sich ein GMD-Subnetz mit mehreren IP-Adressen
zuweisen.
Der Unterschied liegt in der Sichtbarkeit von außen:
- Im Fall 1 sind die Maschinen des privaten LANs anonym; sie
treten unter der Adresse des Router-PCs auf und sind von außen
nicht ansprechbar.
- Im Fall 2 sind die Maschinen weltweit unter ihrem Namen und
ihrer IP-Adresse bekannt und können von überall her
angesprochen werden.
Welchen Fall man bevorzugt, hängt von der jeweiligen
Anwendung ab. Wenn man irgendwelche Server auf einer Maschine im
privaten LAN laufen lassen will, empfiehlt sich Fall 2, aber
damit handelt man sich auch ein, dass alle Maschinen im
heimischen Verbund für alle Attacken aus dem Internet offen
stehen.
Ich beschreibe im Folgenden primär den komplizierteren Fall 1,
mit ergänzenden Hinweisen zu Fall 2. Kommerzielle Provider
bieten Fall 2 für Privatkunden in der Regel gar nicht an.
- In beiden Fällen muss zunächst das IP-Routing auf dem PC
eingeschaltet werden, auf dem CAPRI32 installiert ist. Dazu öffnet
man dort ein DOS-Fenster, wechselt ins Verzeichnis C:\CAPRI32,
und tippt dort: routing on Dies ändert einen Eintrag in der
Windows-Registry.
- Den zum Aktivieren der neuen Funktion nötigen Neustart kann
man erst einmal lassen, weil vorher noch andere Einstellungen nötig
sind.
- Bei der Installation des CAPRI32-Treibers sollte eine
Bindung von TCP/IP an die reale Netzwerkkarte mit installiert
worden sein. (Wenn diese Bindung fehlt, TCP/IP neu installieren -
die existierende Bindung an CAPRI bleibt dabei unverändert
erhalten, es kommen nur neue Bindungen hinzu. Überflüssige
Bindungen (z.B. an DFÜ-Treiber) können sofort wieder entfernt
werden.)
Diese Bindung 'TCP/IP -> (reale Netzwerkkarte)' muss nun
wie oben über Properties' (Eigenschaften) konfiguriert werden.
Ich erwähne nur die Felder, die geändert werden müssen:
- IP Address (IP-Adresse): Hier muss eine Adresse eingetragen
werden, die keine Konflikte mit einer anderen Adresse irgendwo
auf der Welt erzeugt. Dafür sind bestimmte Adressen reserviert:
IP Address: 192.168.1.1 oder eine Adresse aus dem GMD-Subnetz
Subnet Mask: 255.255.255.0 oder passend zum GMD-Subnetz
- Gateway: Löschen! Es darf kein Gateway eingetragen sein.
- Das Fenster 'TCP/IP Properties' (Eigenschaften für TCP/IP)
mit 'OK' schließen. Wegen der fehlenden Häkchen unter 'Bindings'
(Bindungen) kommt jetzt wieder die Frage 'You have not selected
any drivers to bind with. Would you like to select one now?' (Es
wurde kein Treiber für die Bindung gewählt. Möchten Sie jetzt
einen Treiber wählen?). 'No' (Nein) drücken.
- Das Fenster 'Network' (Netzwerk) mit 'OK' schließen.
Windows fordert wieder seine CD an. Eventuell kommen wieder
Fragen, ob man bei einem Versionskonflikt die neuere Version
behalten will - darauf mit 'Yes' (Ja) antworten.
Anschließend Windows den vorgeschlagenen Neustart machen
lassen (mit Shift-Taste).
- Das Fenster von CAPRI32 öffnen, den Menüpunkt 'Control|Address
Mapping' (Kontrollieren|Adressumsetzung) auswählen, und dort 'Enable
Port Mapping' (Port Umsetzung aktivieren) anklicken. Alles andere
kann so bleiben, wie es ist.
Fenster mit OK schließen.
- Der Router-PC ist damit fertig konfiguriert; als nächstes
kommen die anderen Maschinen im LAN dran. Ich beschreibe hier nur
kurz die Konfiguration eines Windows-PC; bei anderen
Betriebssystemen müssen die entsprechenden Werte mit den
dortigen Mitteln eingetragen werden.
- Wie gehabt das Protokoll TCP/IP installieren, überflüssige
Bindungen entfernen und 'TCP/IP -> (Netzwerkkarte)'
konfigurieren:
- IP Address (IP-Adresse): IP Address: 192.168.1.2 bei
weiteren Maschinen hochzählen oder eine Adresse aus dem GMD-Subnetz
Subnet Mask: 255.255.255.0 oder passend zum GMD-Subnetz
- Gateway: 192.168.1.1 eintragen und mit 'Add' (Hinzufügen)
aktivieren. (Der Router-PC mit CAPRI32 ist das Gateway für alle
anderen Maschinen im LAN.)
- DNS Configuration (DNS-Konfiguration): - 'Enable DNS' (DNS
aktivieren) anklicken. - Unter 'Host' den Namen dieser Maschine
eintragen. - Unter 'Domain' (Domäne) gmd.de eintragen. - Unter 'DNS
Server Search Order' (Suchreihenfolge für DNS-Server) zwei
Adressen einzeln eintragen und mit 'Add' (Hinzufügen) aktivieren:
zuerst 129.26.8.82, dann 129.26.8.90.
- Bindings (Bindungen): Beide Häkchen entfernen!
- Das Fenster 'TCP/IP Properties' (Eigenschaften für TCP/IP)
mit 'OK' schließen. Wegen der fehlenden Häkchen unter 'Bindings'
(Bindungen) kommt wieder die Frage 'You have not selected any
drivers to bind with. Would you like to select one now?' (Es
wurde kein Treiber für die Bindung gewählt. Möchten Sie jetzt
einen Treiber wählen?). 'No' (Nein) drücken.
- Das Fenster 'Network' (Netzwerk) mit 'OK' schließen.
Windows fordert eventuell die CD zu dieser Version an. Möglicherweise
kommen Fragen, ob man bei einem Versionskonflikt die neuere
Version behalten will - darauf mit 'Yes' (Ja) antworten.
Anschließend Windows den vorgeschlagenen Neustart machen
lassen (mit Shift-Taste).
- Das war's; zum Testen von der Client-Maschine auf www.gmd.de
zugreifen. Der Router-PC müsste die GMD anwählen und der Client-PC
dann die GMD-Home-Page anzeigen.
Konfiguration für einen anderen Provider am Beispiel von T-Online
- Das grundsätzliche Vorgehen kann für alle Provider übernommen
werden, aber die Einstellungsdetails können natürlich
variieren.
- In der Distributionsdatei für CANDI (nicht CAPRI) gibt
es eine Datei FRAGEN.TXT, in der die Parameter für
verschiedene Zugänge beschrieben sind, allerdings in der
Form, wie sie in die Konfigurationsdatei von CANDI
eingetragen werden müssen. Die einzelnen Parameter sind
dort aber auch inhaltlich beschrieben und können so
leicht in den Konfigurationsmenüs von CAPRI
wiedergefunden werden.
- Die Netzwerkkonfiguration kann so bleiben, wie sie bisher
eingestellt wurde, nur die Einstellungen von CAPRI32 müssen
geändert werden.
Um sich die Arbeit so einfach wie möglich zu machen, schlage
ich folgendes Vorgehen vor:
- CAPRI beenden.
- Im Verzeichnis C:\CAPRI32 die Datei GMD.INI kopieren in T-Online.INI.
- Da, wo man sich die Verknüfung 'CAPRI32 GMD' aufgehoben
hat (aber nicht in 'StartUp' (Autostart) - nur eine
Instanz von CAPRI kann zu einer Zeit auf einem PC laufen),
eine Kopie der Verknüpfung erzeugen mit dem Namen 'CAPRI32
T-Online'.
- In den Properties (Eigenschaften) der Verknüpfung 'CAPRI32
T-Online' im Feld 'Target' (Ziel) den Dateinamen 'GMD.INI'
durch 'T-Online.INI' ersetzen.
- 'CAPRI32 T-Online' starten.
- File|Connection Setup (Datei|Verbindungskonfiguration) öffnen
und den Knopf '...' rechts neben dem Namensfeld drücken.
- Im unteren Teil des sich dann öffnenden Fensters 'Configuration
import' (Konfigurationsauswahl) 'T-Online' auswählen und
das Fenster mit 'OK' schließen.
- Die sich dann öffnende Box 'This Internet access
requires a User ID' (Dieser Internetzugang erfordert eine
Benutzerkennung) ebenfalls mit 'OK' schließen.
- Im Fenster 'Connection Setup' (Verbindungskonfiguration)
hat sich nun der Name zu 'T-Online' und die Einwahlnummer
zu '0191011' geändert.
- Im Fenster 'Connection Setup' (Verbindungskonfiguration)
'Protocol options' (Protokolloptionen) drücken und in
dem sich dann öffnenden Fenster eintippen:
- Authentification (Anmeldung bei der Gegenstelle): Hierhin
kommt als Name eine 28-stellige Kennung, die sich aus den
Zahlen zusammensetzt, die in der Auftragsbestätigung von
T-Online stehen: - 12 Stellen Anschlusskennung - 12
Stellen T-Online-Nummer - 4 Stellen Mitbenutzernummer:
0001 (In manchen Anleitungen steht vor der
Mitbenutzernummer ein #-Zeichen, aber das ist nur nötig,
wenn die T-Online-Nummer weniger als 12 Stellen hat.)
- Das Kennwort steht ebenfalls in der Auftragsbestätigung.
- Local Authentification (Lokale Anmeldung durch die
Gegenstelle): Bleibt leer.
- In den vier Kästchen darunter ist jetzt 'always reset IP
address' (eigene IP-Adresse immer zurücksetzen)
angekreuzt; das bleibt so.
- Das Fenster mit 'OK' schließen.
- Im Fenster 'Connection Setup' (Verbindungskonfiguration)
'TCP-header compression' (TCP-Vorspann Kompression)
anklicken.
- Die Auswahl unter NAT (Network Address Translation) hat
sich geändert: 'with dynamic IP address assignment' (mit
dynamischer Zuweisung der IP-Adresse) ist jetzt ausgewählt.
Das bleibt so.
- Das Fenster mit OK schließen.
- Fertig, jetzt müsste alles funktionieren, auch von den
anderen Maschinen im LAN aus.
- Wenn die Funktion, einem LAN die Leitung zum Provider zur
Verfügung zu stellen, tatsächlich benutzt werden soll,
muss geklärt werden, ob der Provider dies für den gewählten
Tarif gestattet.
- Will man diese Funktion wieder abschalten, muss man in
CAPRI32 im Menü 'Control|Address Mapping' (Kontrollieren|Adressumsetzung)
den Punkt 'Enable Port Mapping' (Port Umsetzung
aktivieren) deaktivieren und per Kommando 'routing off'
in einem DOS-Fenster das Weiterleiten durch Windows
abschalten. Wird der letzte Punkt vergessen und eine
angeschlossene Maschine versucht einen Zugriff, dann wird
immer wieder der Provider angewählt und die Verbindung
sofort wieder beendet, und je nach Tarif kann das ins
Geld gehen.
Anhang: Kurzanleitung
- CAPRI32 holen und auspacken
- Den Treiber als Netzwerkkarte installieren
- TCP/IP für diese 'Karte' installieren und konfigurieren
- .INI-Datei(en) anpassen (siehe unten)
- CAPRI32 passend in StartUp (Autostart) eintragen
- Routing systemweit einschalten, wenn gewünscht ('routing
on' im CAPRI32-Verzeichnis)
- Die anderen Maschinen im privaten LAN konfigurieren, wenn
gewünscht
Funktionierende .INI-Dateien für GMD und T-Online:
GMD.INI
[Global]
MSN-out=###### <----------- eintragen
MSN-in=*
CIP-Mask=0000030c
Log-Save=1
Execute-start=
Execute=
Execute-down=
Execute-stop=
Map-Port=1
[Peer1]
Name=GMD
Number=08nnnnnnnnn,022mmmmmmm. <----- oder 08nnnnnnnnn,22mmmmmmm
NAT-IP=129.26.24#.### <----------- eintragen
MultiMode=
PPP-Name=######## <----------- eintragen
PPP-Name-In=XXXXXXXXX
PPP-Password=######## <----------- im Konfigurationsdialog
eintragen
PPP-Password-In=YYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYY
------------------------Ende GMD.INI----------------------
T-Online.INI
[Global]
MSN-out=###### <----------- eintragen
MSN-in=*
CIP-Mask=0000030c
Log-Save=1
Execute-start=
Execute=
Execute-down=
Execute-stop=
Map-Port=1
[Peer1]
Name=T-Online
Number=0191011
NAT-IP=
MultiMode=
PPP-Name=######## <----------- eintragen (28 Stellen)
PP-RESET-IP=1
TCP-Header-Comp=1
PPP-Password=######## <----------- im Konfigurationsdialog
eintragen
-------------------------- Ende T-Online.INI
---------------------------